OJOS SUAVES/SOFT EYES

Ein harter Blick in die Welt sucht die Bestätigung dessen, was man schon weiss. Man wird das sehen, was das eigene Denken bestätigt und dem eigenen Wissen nur bedingt Neues zuführt. Der weiche Blick hingegen schliesst das, was man noch nicht weiss, mit ein. Er lässt die Dinge im Moment der Wahrnehmung kurz in der Schwebe und schafft so einen Augenblick, in dem alles möglich scheint. Diese Möglichkeit nimmt in der Folge jedoch nicht als Beliebiges Gestalt an, sondern als Voraussetzung dafür, dass Dinge sich neu und anders verknüpfen und verbinden können. Dadurch werden Begegnungen gleichwertiger und neues Wissen kann entstehen.

SOFT EYES

A hard look at the world seeks out confirmation for what one already knows. One sees only whatever verifies one’s thinking. Awareness and acceptance of anything new is limited. The soft look on the contrary embraces things one is yet to know. It lets things briefly hover as they are perceived, suspending judgment, creating a moment in which everything seems possible. However, in what ensues, this possibility does not adopt some random or haphazard shape; instead, it serves as a basis enabling things to be linked and connected differently, in a new way. Hierarchies vanish and encounters are then equally relevant. New insights can emerge.